Optionen Druckansicht: zurück drucken

Musterbrief



Inhalt

 
MUSTERBRIEF AUGUST 2018
 
 
 
EINBLICKE:
«Pisé – Tradition und Potenzial» 
Lehmbauausstellung bis zum 5. Oktober, MO bis FR 9.00-17.30h 
Eintritt frei, Ausstellungskatalog CHF 10

Trotz Verfügbarkeit und Nachhaltigkeit fristet Lehm als Baustoff immer noch ein Schattendasein und ist – obwohl in der Schweiz eine Lehmbautradition besteht – kaum in unserer Kultur verankert. Die Ausstellung soll deshalb die europäische Geschichte des Baustoffes Lehm in Erinnerung rufen, insbesondere den Stampflehmbau (Pisétechnik) in Frankreich und dessen Einfluss auf die Schweiz.
 
Nachbildung: François Cointeraux (1740-1830) Schalung für Stampflehm, später für Beton adaptiert
 
Eröffnung mit Roger Boltshauser
Roger Boltshauser eröffnete am 5. Juli mit seiner Präsentation die Ausstellung. Vor vollem Haus führte er anhand von sorgfältig ausgewählten Beispielen durch die Geschichte des Lehmbaus, von den von den Phöniziern um 814 v. Chr. in Karthago über die Berberstädte in Marokko bis hin zu den Agrarbauten im Frankreich des 19. Jahrhunderts. Zeitgenössische Bauten von Herzog de Meuron und ihm selbst zeigten schliesslich einen aktuellen Stand der Pisétechnik auf.
 
Scheune, Francheleins (F), Foto: Philip Heckhausen
 
Pisé heute
Das Bauen mit Erde unterliegt diversen Vorurteilen. Die Architektur gilt als arm, notdürftig, fragil und archaisch, obwohl die Betrachtung diverser Denkmäler aus ungebrannter Erde das Gegenteil beweist.
Eine besondere Herausforderung und oft genanntes Hemmnis ist die Sorge um die Wasser- und Erosionsfestigkeit des Lehms. In vielen Ländern wird der Erde deswegen Zement oder Kalk beigemischt. Dies erhöht zwar die Erosionsfestigkeit, nimmt dem Lehm aber viele seiner hervorragenden bautechnischen und bauphysikalischen Eigenschaften wie die vollständige Rezyklierbarkeit, den Feuchtigkeitsausgleich und die Diffusionsoffenheit. Wie aktuelle Bauten z.B. von Martin Rauch aber zeigen, genügen konstruktive Schutzmassnahmen – eine dichte Abdeckung, der Schutz vor aufsteigender Feuchte und die sogenannten Erosionsbremsen- um die Abwitterung der Fassade einzudämmen und kalkulierbar zu gestalten.

Umgekehrt erfreut sich das Bauen mit Lehm wieder wachsender Beliebtheit. Grund dafür ist das wachsende ökologische Bewusstsein in der Architektur, der Wunsch nach lokaler Wertschöpfung und eine wieder auflebende Wertschätzung für das Handwerk. Dennoch ist der Baustoff Lehm im Bauprozess immer noch weitestgehend ungenormt und auch in der Lehre kaum verankert.
 
Ausstellung der Arbeiten von Studierenden der EPFL, Lausanne, Gastprofessur Roger Boltshauser 2016/17
 
Semesterarbeiten an der EPFL Lausanne
Im Spannungsfeld zwischen den immer komplexer werdenden Rahmenbedingungen, die ein nachhaltiges Bauen mit sich bringt und der Forderung von Verdichtung nach innen, stellte sich das Atelier Boltshauser an der EPFL Lausanne elementare Fragen zur Raumbildung und Materialität neu.
Bei den ausgestellten Projekten wird die Lehmbauweise auf ihr Potenzial hinsichtlich einer allfälligen industriellen Vorfertigung geprüft und weiterentwickelt. Nebst den ökologischen und konstruktiven Aspekten interessierte, inwieweit die Ästhetik des Lehms in Synergie mit weiteren Materialien einen zeitgemässen architektonischen Ausdruck finden kann.
 
Modell für das Mock-Up in St. Gallen /  Stampflehmmauer mit schwarzem Sand und verkohlten Brettern
 
Mit der Umsetzung eines Mock-Ups in der Kunstgiesserei St. Gallen ist ein Prototyp entstanden, welcher sich mit diesen aktuellen Fragestellungen des Massstabes, der Struktur, der Nachhaltigkeit und der Materialität im Lehmbau auseinandersetzt.
 
Finissage «Pisé – Tradition und Potenzial»
Vortrag, Buchpräsentation und Apéro
Donnerstag 4. Oktober 18 - 20 Uhr

Referierende:
Prof. Dr. Guillaume Habert, Professor für Nachhaltiges Bauen, ETHZ
Felix Hilgert, MSc. ETH-Bauing., Assistent im Studio Boltshauser, ETH Zürich

Buchpräsentation: Roger Boltshauser, Dipl. Architekt ETH SIA BSA
Eintritt frei, Anmeldung an thema@baumuster.ch
 
Kartell by Laufen
Das italienische Familienunternehmen Kartell, berühmt für die Verwendung von Kunststoffen im Einrichtungsbereich, hat zusammen mit den Designern Ludovica+Roberto Palomba und dem Know-How von LAUFEN eine Armaturenlinie geschaffen, die neu in der SBCZ ausgestellt ist.
Die Waschtischarmaturen Kartell by Laufen werden neben der klassischen Ausführung in Chrom auch mit einer PVD-Beschichtung in Inox Look, Brushed Anthracite, Gold und Copper produziert.
 
Oberflächenvarianten von Kartell by Laufen in der Ausstellung der SBCZ 
 
In einem zusätzlichen Arbeitsgang wird eine metallfarbige PVD-Beschichtung (Physical Vapour Deposition) appliziert. Armaturen mit einer PVD-Beschichtung weisen einen sehr hohen Härtegrad und damit auch einen besonderen Verschleissschutz auf. Ihre glatte Oberfläche wirkt edel und lässt sich leicht reinigen.
 
 
 
HPL von Argolite
High Pressure Laminate (HPL) bestehen aus rund 70% Holz und 30% Harzen die bei hohem Druck und einer Temperatur von über 120 °C verpresst werden. Der Aufbau einer HPL Standartplatte setzt sich grundsätzlich aus phenolgetränktem Kernpapier, einem beliebigem melaminbeharzten Dekorpapier und - je nach Dekor - einem Overlay Papier zusammen.
Bei Argolite, dem einzigen Schweizer Hersteller von HPL, werden die Platten in einer stationären Presse gefertigt, wobei ein Produktionszyklus etwa 70 Minuten dauert.
 
Argotex
Beim Textillaminat Argotex wird anstelle eines Dekorpapieres, ein echtes Textil verwendet und einlaminiert. Die Materialkombination von HPL und Textil definiert den einzigartigen Oberflächencharakter von Argotex und eröffnet vielfältige gestalterische Möglichkeiten im Innenausbau.
 
Argotex Muster in der SBCZ Sammlung  
 
 
 
Rückblende Juli
 
 
Sponsoren «Pisé - Traditon und Potenzial»
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Adresse:

Öffnungszeiten:
Mo. - Fr. von 9-17.30 Uhr